1. Die Weinlese
Die Traubenernte, hauptsächlich Ugni Blanc, findet in der Regel im Oktober statt. Anders als in vielen Weinbaugebieten ist die Chaptalisierung (Zugabe von Zucker) verboten: Der gewonnene Wein muss von Natur aus alkoholarm und säurereich bleiben, Eigenschaften, die für die Destillation unerlässlich sind.
2. Die Vinifikation
Die Trauben werden gepresst, und der Most gärt schnell, ohne Zusatz von Schwefel, zu einem trockenen Weißwein mit etwa 8 bis 9 % Alkohol. Dieser „Brennwein“ ist nicht zum Trinken bestimmt: Er ist der Rohstoff des Branntweins.
3. Die Charentaiser Doppeldestillation
Der Wein wird zweimal in einer Kupferbrennblase erhitzt. Das erste Brennen ergibt den „Brouillis“, eine trübe Flüssigkeit mit etwa 28 bis 32 % Alkohol. Dieser Brouillis wird anschließend ein zweites Mal in die Brennblase gegeben (die „bonne chauffe“): Der Brenner trennt Vor- und Nachlauf ab und behält nur das Herzstück, einen klaren Branntwein mit etwa 70 % Alkohol.
4. Die Reifung
Der Branntwein ruht anschließend in Eichenfässern, meist aus den Wäldern des Limousin oder von Tronçais. Im Kontakt mit dem Holz nimmt er seine bernsteinfarbene Farbe an und entwickelt seine Aromen, mindestens zwei Jahre gesetzlich vorgeschrieben, oft aber deutlich länger.
5. Die Assemblage
Der letzte, nicht minder wichtige Schritt: Der Kellermeister verschneidet Branntweine aus verschiedenen Crus, Parzellen und Altersstufen zu einem Cognac, der dem Stil des Hauses treu bleibt. Diese Assemblage verleiht dem Cognac Beständigkeit und Handschrift, Jahr für Jahr.
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